Heiße Sommer können etwas schönes sein. Doch wenn die Nächte durch die Hitze nur mehr schwer zu ertragen sind und keine Erholung mehr bieten, ist der Gedanke an eine Klimaanlage naheliegend.

2015 sank in Wien in 23 Nächten die Temperatur nicht unter 20 °C und an 17 Tagen verzeichnete die Bundeshauptstadt tagsüber mehr als 35 °C. Das bedeutet, daß besonders in den Städten die Menschen unter den hohen Temperaturen leiden.

Sollten Sie daher gerade überlegen, Ihre Wohnung oder Ihr Haus altersgerecht umzubauen, ist nicht nur das Thema Barrierefreiheit zu berücksichtigen. Beim Umbau sollte auch das Thema Gebäudekühlung Eingang in Ihre Planung finden.

Sollten Sie sich für eine Klimaanlage entscheiden, ist es von Vorteil, wenn Sie sich bereits im Winter für ein Modell entscheiden. Viele KIimatechniker bieten Winterrabatte an, in denen die Anschaffung und Montage der Geräte wesentlich günstiger kommen. Falls Sie sich für ein Wandgerät entscheiden, ist vorab zu klären, ob

  • die Montage erlaubt ist (bei Mietwohnungen ist der Vermieter zu fragen, bei Eigentumswohnungen ist die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft einzuholen, bei denkmalgeschützten Häusern ist die Montage nicht erlaubt),
  • die Montage technisch möglich ist,
  • die Kosten aufgrund bautechnischer Schwierigkeiten nicht explodieren (z.B. wenn der Außenteil der Klimaanlage versetzt montiert werden muß, erhöhen sich durch den größeren Montageaufwand die Arbeitskosten).

Zu beachten ist aber bei Klimaanlagen, dass es immer wieder Stellen in Räumen gibt, wo der Luftzug sehr unangenehm sein kann. Ist die Klimaanlage schlecht gewartet, können sich Bakterien in den Räumen verbreiten, die dort nichts zu suchen haben.

Immer mehr Menschen entscheiden sich daher für eine Flächenkühlung. Der Vorteil liegt im geringeren Energieverbrauch und damit einer geringeren Umweltbelastung. Nachrüsten kann man eine Flächenheizung in abgehängten Decken. Wird eine Wohnung oder das ganze Haus saniert, ist die Nachrüstung in der Decke technisch kein Problem.

Eine weitere, technisch wesentlich einfachere Möglichkeit sind moderne Jalousien mit Sensoren. Diese öffnen zuerst nur die obersten Lamellen, damit es im Raum nicht zu dunkel ist. Die Lamellen werden soweit geöffnet, dass nur Reflexionen an der Decke für Licht im Raum sorgen. Direktes Licht wird vermieden.

Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich z.B. an die Umweltberatung wenden, oder einen Fachmann für Klimageräte.