Kennen Sie das Netzwerk Computeria Tirol? Ich habe davon das erste Mal durch eine Tiroler Freundin erfahren.

Sie hat mir kürzlich ganz stolz erzählt, dass sich ihre 76jährige Mutter ein Tablet gekauft hat und dass sie sich schon sehr gut im Internet auskennt. Ich habe dann die weißen Haare bei meiner Freundin gesucht. Denn aus vielen Erzählungen und auch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es zumeist etwas schwierig und emotional ziemlich aufgeladen ist, den eigenen Eltern gerade im Bereich IT etwas zu erklären und zu lernen. Meine Freundin hat noch keine weißen Haare, da ihre Mutter regelmäßig zu einem Comuteria-Treff in ihrer Gemeinde geht.

 

Was ist das Netzwerk Computeria Tirol?

Die Abteilung Gesellschaft und Arbeit – SeniorInnen des Landes Tirol hat dieses Netzwerk initiiert und soll Seniorinnen und Senioren den Zugang zu neuen Medien leichter machen. Computerias sind Treffpunkte, um älteren Menschen Schwellenängste vor neuen Technologien zu nehmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Aber auch der soziale Aspekt ist nicht zu vergessen. Alt und Jung tauschen sich in geselliger Umgebung bei Kaffee und Kuchen aus.

„Ziel ist es, neue Bildungsangebote zu unterbreiten, zur Zusammenarbeit anzuregen, Impulse zu setzen und weiterhin die jungen Computerias zu begleiten und zu unterstützen. Das Projekt Computeria Tirol sowie das Netzwerk Computeria Tirol wird durch den Verein Generationen und Gesellschaft umgesetzt.“ [Quelle: Netzwerk Computerias Tirol; abgefragt am 04-04-2019]

Das Projekt Computeria Tirol sowie das Netzwerk Computeria Tirol wird durch den Verein Generationen und Gesellschaft umgesetzt.

Finanziell unterstützt und gefördert wird das landesweite Netzwerk Computeria Tirol durch die Abteilung Gesellschaft und Arbeit – SeniorInnen.

Folder Computeria Tirol

Dieses Modell, um Seniorinnen und Senioren das Thema IT näher zu bringen, ist meiner Meinung nach absolut nachahmenswert und sollte österreichweit angeboten werden. Bereits zum wiederholten Male wurde diese Initiative mit dem „Good-Practice-Modell“ des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundhiet und Konsumentenschutz ausgezeichnet.

Ich glaube wir unterschätzen die älteren Semester. Auch wenn sie nicht mit Smartphone, Laptop oder Tablet aufgewachsen sind, erobern sie die neuen Medien immer mehr. Aber nicht nur das Lernen an sich ist wichtig – Stichwort Gehirntraining. Es entstehen viele neue Kontakte und wenn später die Mobilität nicht mehr so gegeben ist, können die Seniorinnen und Senioren dennoch Kontakt zur Außenwelt halten und vereinsamen nicht alleine zu Hause.