Karin Meindlhumer hat in ihrem Gastbeitrag bei Senioren-Tipps erklärt, dass man Riechen trainieren kann.

Aber warum muss man das Riechen überhaupt trainieren? Warum riechen wir im Alter schlechter? Forscher haben nun den Grund für den Geruchsverlust herausgefunden.

Riechnerven entstehen über mehrere Zwischenstadien aus Stammzellen. Sie bilden sich im Gegensatz zu vielen anderen Nervenzellen auch im Erwachsenenalter. Die Produktion dieser speziellen Nerven nimmt jedoch mit zunehmendem Alter ab. Forscher vom Helmholtz Zentrum München und der Universitätsmedizin Mainz haben sich dieses Phänomen genauer angesehen.

Die Untersuchung fand bei Mäusen statt. Bestimmte Stammzellen der Mäuse wurden zum Leuchten gebracht. Diese leuchtenden Stammzellen wurden auf die nächsten Generationen weitervererbt. Dadurch konnten alte und junge Mäuse verglichen werden. Mit Hilfe von mathematischen Modellen und künstlicher Intelligenz konnte die große Anzahl an Bilddaten, die durch den Vergleich der verschiedenen Mäusegenerationen entstanden sind, verarbeitet werden.

Die Forscher fanden heraus, dass die Fähigkeit zur Selbsterneuerung im Alter abnimmt. „Zudem zeigt die Analyse, dass in älteren Mäusen die sogenannte asymmetrische Zellteilung in Stammzellen sowie deren Ruhephasen zunahm. Das bedeutet, dass sich im Alter weniger Zellen zu Riechzellen weiterentwickeln und inaktiv im Stammzell-Pool verbleiben, wodurch die Produktion zum Erliegen kommt.“ (aus: Konfetti im Kopf: Warum wir im Alter schlechter riechen, abgefragt am 27-02-2019)

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